Botanik & Anbau

Botanik und Anbau

Keine Nussfrucht im botanischen Sinne, ist die Pistazie die Steinfrucht des zweihäusigen Pistazienbaumes. Der belaubte Baum kann bis zu 12 Meter hoch und bis zu 300 Jahre alt werden und seine Wurzeln erstrecken sich bis in eine Tiefe von 15 Metern.

Wo kommen die Pistazien her?

Pistazienanbaugebiet

Die größten Pistazienanbaugebiete befinden sich in Kalifornien, im Iran, in Syrien und in der Türkei.

Des Pudels Kern

Pistazien wachsen in schweren weinähnlichen Trauben und sind wie Mandeln von einer fleischigen Haut umgeben. Diese enthalten die ovalen, gelbgrünen Pistazienkerne, die in einer dünnen, harten Holzschale reifen. Die Früchte reifen im Spätsommer oder Frühherbst. Dann wird ihre Haut rosig und die innere Schale spaltet sich an den Nähten.

Wohin der Wind weht

Da Pistazien zweihäusig sind, produzieren sie männliche und weibliche Blüten auf unterschiedlichen Bäumen. Das bedeutet, dass für die Befruchtung sowohl männliche als auch weibliche Bäume notwendig sind, wobei auch Zweige eines männlichen Baums auf weibliche Bäume gepfropft werden können. Nicht Bienen, sondern der Wind trägt die Pollen von den männlichen zu den weiblichen Blüten. Die Bestäubung erfolgt normalerweise zwischen März und April.

Die Wüste lebt – mit Pistazien

Am besten gedeihen Pistazien in einem wüstenartigen Klima, in dem die Tage heiß und die Nächte kalt sind. Denn Pistazienbäume benötigen ungefähr 1.000 Stunden bei kühlen Temperaturen um 7°C oder niedriger, um die notwendige Samenruhe zu gewährleisten. Ein milder Winter, Frost im Frühling oder starke Regenfälle während der Bestäubung können den Ertrag reduzieren.